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Deutsche Dogge - Fütterung

Deutsche Doggen sollten mindestens zwei, eventuell auch drei Mahlzeiten am Tag bekommen. Nach dem Fressen sind mindestens zwei Stunden Ruhe angesagt, auch, um die Gefahr einer Magendrehung zu minimieren. Es ist letztendlich nicht geklärt, was die Ursache für eine Magendrehung ist. Vermutet werden in erster Linie Stress, aber auch Fütterung während des Wachstums mit stark quellendem Trockenfutter, das die Magenbänder sozusagen ausleiert.

Meine Sabberbande bekommt morgens und abends die Hauptmahlzeiten und zusätzlich mittags einen Napf mit Nudeln, Reis oder roten Linsen, immer gemischt mit Quark oder Jogurt - selbstverständlich jeweils die Sorten mit normalem Fettanteil, also nicht die Mager-Varianten.

Paul hatte anfangs eine sehr empfindliche Verdauung. Jede kleine Abweichung vom regulären Trockenfutter verursachte sofort Durchfall. Auch Quark und Jogurt vertrug er überhaupt nicht. Seit ich das Futter selbst zusammenstelle, verträgt er so gut wie alles.

Hauptsache Fleisch?

Der Hund ist im Gegensatz zum Wolf eben kein reiner Fleischfresser, wie meist vemutet wird. Dies hängt mit der Domestizierung zusammen. Das ist hier ausführlich erklärt.

Der Anteil an Kohlehydraten sollte ca. 40 % ausmachen. Anstatt Getreide können Buchweizen, Couscous, Hirse, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Quinoa und Polenta gefüttert werden. Auch Haferflocken sind als Zugabe geeignet.
Der Anteil an Proteinen (Eiweiß) sollte ca. 30 % betragen. Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Linsen können gegeben werden.
Pansen: Grüner Pansen hat ein ausgezeichnetes Kalzium-Phosphor-Verhältnis, weißer Pansen hingegen ist so gut wie wertlos.
Blut: Reich an Eisen, liefert auch B-Vitamine.
Leber: Reich an Vitamin A, B-Vitaminen und Spurenelementen (Kupfer, Mangan, Selen und Zink).
Nieren: Reich an Selen und B-Vitaminen sowie Folsäure, Kalium und Kupfer.
Herz: Reich an Purin, Taurin (wichtig, damit der Hund nicht an DCM erkrankt), B-Vitaminen, Vitamin E, Jod, Kalium, Kupfer.
Knochen dürfen ausschließlich roh gefüttert werden, also weder gegrillt noch gekocht noch gebraten. Am besten eignen sich Knochen von Jungtieren, da sie weicher sind. Sie sollten nicht blank sein, sondern gut Fleisch drum herum haben. Meine Sabberbande liebt Lammrippen.

Hier findest du eine Nährwerttabelle.

Wir bestellen unser Frostfleisch bei Barfer's Wellfood. Sie liefern zuverlässig und die Ware hat meiner Meinung nach eine gute Qualität. Sie wird bei minus 28 Grad gefroren und in Styroporboxen versendet (an einer Alternative zu Styropor wird dort gearbeitet). Bisher kam das Fleisch maximal minimalst angetaut an, vor allem die gewolften Fischsorten. Fisch taut aber bekanntlich generell sehr schnell auf.

 

 

 

Die Mahlzeiten meiner Hunde bestehen aus einem kleinen Teil rohem Fleisch/Fisch und folgenden weiteren Zutaten:

Pseudo-Getreide wie Buchweizen, Hirse oder Quinoa sowie Obst und Gemüse (das Verhältnis Obst zu Gemüse liegt bei ca. 1 : 3) sowie hochwertigem Öl, Steinsalz und EM.

Obst und Gemüse püriere ich dabei so fein wie möglich.

Und so sieht das Ergebnis aus:

Der Vorteil ist: Der Hund kann nicht aussortieren, was er nicht so gern mag, und bekommt so alle Nährstoffe. Beim Fertigfutter/Trockenfutter kann er ja auch nicht aussortieren. Ich füttere auf diese Art seit September 2018; bisher ist bei keinem der drei Hundchen auch nur ein Krümel vom Futter übrig geblieben. Es scheint also zu schmecken!

Ich verwende diesen Zerkleinerer– er bewährt sich täglich:

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Zwischendurch gibt es auch gemahlene Kürbiskerne, getrocknete und gemahlene Quecke, Löwenzahn oder Vogelmiere mit rein:

So sieht eine Mahlzeit aus:

Paul wiegt jetzt 75 Kilogramm. Jede seiner Mahlzeiten (zwei am Tag) setzt sich wie folgt zusammen:

  • ca. 1.100 Gramm Buchweizen, Hirse etc. (gekocht/gequollen)
  • ca. 400 Gramm püriertes Obst/Gemüse
  • ca. 250 Gramm rohes Fleisch
  • 40 bis 60 ml Öl
  • 1 Teelöffel Steinsalz

Natürlich dürfen auch rohe Knochen nicht fehlen. Bitte nie gekochte/gebratene/gegrillte Knochen verfüttern, immer roh, und am besten von jungen Tieren!

Buchweizen

Buchweizen gehört zu den Pseudo-Getreidesorten. Er enthält viel Kieselsäure, die für ein gesundes Fell und stabile Krallen sorgt, sowie L-Arginin. Das enthaltene Lecithin unterstützt die Leber. Buchweizen ist glutenfrei. Er enthält jedoch viel Purin.

Da ich Buchweizen in großen Mengen brauche, habe ich mich für diesen entschieden:

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Hirse

Enthält viel Eisen. Sollte mit Vitamin C haltigem Gemüse kombiniert werden, damit das Eisen gut aufgenommen werden kann. Außerdem enthält Hirse wie Buchweizen viel Kieselsäure, die positiv auf das Fell und die Krallen wirkt.

Mein Lieferant ist Alnatura.

Reis

Folgt in Kürze!

Haferflocken

Folgt in Kürze!

Sesam

Enthält sehr viel Kalzium.

Rote Linsen

Folgt in Kürze!

Gemüse

Gemüse sollte immer püriert werden, da es ansonsten hinten genau so herauskommt, wie es vorne in den Hund gekommen ist, nämlich in Stückchen, und dementsprechend vom Hund nicht gut verdaut/verwertet werden kann.

Chicorée

Mein allererster Hund hat Chicoree immer am Stück gegessen: zwischen die Pfoten geklemmt und wie einen Knochen abgenagt. Kann bedenkenlos ins Futter.

Chinakohl

Chinakohl darf an Hunde verfüttert werden, und zwar roh oder gekocht. Hunde haben durch Chinakohl kaum Blähungen.

Erbsen

Hunde dürfen Erbsen nur gekocht fressen.

Gurken

Gurken enthalten viele Vitamine. Die meisten davon sind in der Schale, weshalb sie nicht geschält werden sollten. Auch enthalten sie wichtige Spurenelemente wie Eisen und Zink. Außerdem enthalten Gurken sehr viel Wasser, was für Hunde, die zu wenig trinken, vorteilhaft ist.

Karotten

Karotten können roh oder gekocht verfüttert werden. Am besten zerkleinerst du rohe Karotten möglichst fein, damit sie besser verwertet werden können. Gekochte Karotten lassen sich stampfen. Auch das Karottengrün darf verfüttert werden.

Kartoffeln

Sie dürfen ausschließlich gekocht verfüttert werden, und zwar ohne Schale.

Kohl

Bei allen Kohlsorten solltest du bedenken, dass sie blähen können. Kohl sollte immer gekocht gegeben werden. Ich habe bei meinen Chinakohl probiert, weil er angeblich nicht bläht. Nun ja, ein wenig Blähungen mussten wir in Kauf nehmen ...

Mangold

Kann roh oder gekocht ins Futter. Roh bindet er Kalzium im Körper, deshalb nur wenig davon oder besser gekocht.

Melonen

Melonen sind für Hunde ungiftig und Können in Maßen gegeben werden. Manche Hunde reagieren darauf mit Blähungen oder Durchfall.

Rote Bete

Sollten nur gekocht verfüttert werden.

Salate

Ob Kopfsalat, Eisbergsalat, Feldsalat oder andere Sorten – alle dürfen roh mit ins Futter.

Zucchini

Das Gemüse enthält viel Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Phosphor und darf roh oder gekocht verfüttert werden. Zucchinis wirken der Übersäuerung vor. Allerdings sollte man keine bitter schmeckenden Sorten verfüttern, denn sie können Malonsäure und Cucurbitacine = giftige Bitterstoffe enthalten. Das betrifft vor allem die dunkelgrünen Sorten. Am besten kurz reinbeißen und selber ein Urteil fällen!

Obst

Äpfel

Zu meinem Obstmix gehören jeden Morgen zwei bis drei Äpfel. Ich steche das Kerngehäuse aus und gebe die Spalten mit in den Zerkleinerer. Wenn das eine oder andere Kernchen mit hineingelangt, macht das gar nichts. Die Apfelkerne enthalten zwar Blausäure, jedoch müssten schon Unmengen an Kernen vertilgt werden, damit sich das negativ gesundheitlich auswirkt.

Bananen

Die Schalen solltest du nicht verfüttern, schon gar nicht, wenn es sich nicht um Bio-Bananen handelt. Denn die Bananen im konventionellen Anbau werden sehr stark mit Fungiziden behandelt.

Pflaumen

Auch Pflaumen und Zwetschgen dürfen ins Futter, aber nur geringe Mengen, da sie bei größeren Mengen zu Durchfall führen können. Das kennen wir Menschen ja auch, oder nicht?

Weintrauben und Rosinen

dürfen nicht verfüttert werden, da sie für die meisten Hunde giftig sind und zu Nierenversagen führen können. Die Ursache ist noch nicht ganz geklärt.

Öle

Bei allen Ölen achte ich darauf, dass sie kaltkepresst sind. Das ist für die Hundeernährung enorm wichtig, damit alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Es können Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl und Weizenkeimöl gegeben werden. Öle können bis zu 3 % der Futtermenge ausmachen. Paul bekommt momentan zweimal je fünf Esslöffel Öl übers Futter, täglich also zehn Esslöffel. Das ist für einen über 70 Kilogramm schweren Hund, der noch zunehmen darf, völlig in Ordnung. Viele Informationen zum Thema Öle in der Hundenahrung gibt es beim Barf-Blog.

Meine Hunde bekommen ca. 10 ml pro Portion, also 20 ml pro Tag.

Einen günstigen Anbieter für Leinöl in großen Mengen habe ich hier gefunden:

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Und nachdem aus dem großen Kanister schwer zu dosieren ist, kaufe ich zwischendurch das Leinöl in einer praktischen wiederverwendbaren Dosierflasche. Es gibt auch Lachsöl und Schwarzkümmelöl in solch einer Flasche.

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Eier/Eierschalen

Eier sollten gekocht verfüttert werden oder, wenn roh, dann nur der Dotter. Denn das Eiklar enthält den Stoff Avidin, der Biotin (Vitamin H, eines der B-Vitamine) an sich bindet. Dieses Avidin wird beim Kochen inaktiviert. Wenn doch mal ein rohes Ei sein soll, dann muss es frisch sein. Auch die Eierschalen können mit allem Möglichen belastet sein (Bakterien, multiresistente Keime etc.)
Wir beziehen unsere Eier von unserer Nachbarin, die selber Hühner hält. Da können wir sicher sein, dass keine Antibiotika im Spiel sind, die Hühner gesund ernährt werden und die Eier frisch sind.

Weizenkleie

Enthält viel Eisen, Magnesium, Mangan, Zink, Selen sowie Kupfer, Folsäure und viele Vitamine..

Kräuter für Hunde

  • Kresse (natürliches Antibiotikum)
  • Brennnessel
  • Gänseblümchen
  • Giersch
  • Löwenzahnblätter
  • Kapuzinerkresse
  • Oregano
  • Spitzwegerich
  • Vogelmiere
  • Mädesüßblüten
  • Kümmel
  • Fenchel
  • Anis

Ausführliche Infos hier.

Kräuter für den Krankheitsfall

  • Bei Nieren- und Blasenerkrankungen wirkt die Brennessel gesundheitsfördernd. Auch Löwenzahn wirkt hier sehr gut.
  • Die Schalen der Hagebutte sind reich an Vitamin C und stärken das Immunsystem.
  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose sowie Knochen- und Knorpelerkrankungen können mit Schachtelhalm unterstützend behandelt werden.
  • Für das Herz kann man Weißdorn geben. Er fördert zudem die Durchblutung.
  • Kamille ist gut bei allen entzündlichen Prozessen sowie für den Magen-Darm-Trakt.

Gesunde Kräuter für jeden Tag

  • Basilikum kann problemlos öfter gegeben werden. Er hat viele Vitamie und Mineralstoffe.
  • Fenchel ist nicht jederhunds Sache, hilft aber gut bei Reizuge der Schleimhäute.
  • Gartenkresse sowie Schnittlauch sind ebenfalls gesunde Kräuter für den Hund.

Beeren für Hunde

  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Heidelbeeren
  • Hagebutten
  • Weißdornbeeren

Zwischendurch füttere ich auch Flocken. Einen guten Anbieter findest du hier:

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